Vorträge

Vorträge der Gesellschaft für Naturkunde e.V.

Beginn: jeweils 20 Uhr.

Eintritt: 2,- € / für Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e.V. kostenlos

Veranstaltungsort: Staatliches Naturhistorisches Museum (Pockelsstr. 10, 38106 Braunschweig)


Mittwoch, 16. Dezember 2009
„Deinonychosaurier“

Torsten van der Lubbe

MahakalaSeit dem Kinofilm “Jurassic Park” erfreuen sich die Sichelklauenechsen (Deinonychosauria) einiger Beliebtheit. Im Film werden sie als hochintelligente und erfolgreiche Jäger darge- stellt. Was macht die Deinonychosauria für die Wissenschaft so interessant? Wie sahen sie aus? Und waren sie wirklich intelligenter als alle anderen Dinosaurier?
Der Vortrag kann nicht alle Fragen beantworten, wird aber einen verständlichen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung zu diesen in der Tat einzigartigen Tieren geben. Der Vortrag beleuchtet die drei „klassischen“ Mitglieder der Gruppe: Dromaeosauridae, Microraptoria und Troodontidae. Es werden die wichtigsten anatomischen Aspekte, neue und alte Hypothesen zum Verhalten und Unterschiede zwischen den drei Familien angesprochen. Der Vortrag wird ergänzt durch erklärende Illustrationen und lebensechten Rekonstruktionen von Boban Filipovic aus Belgrad, mit denen die Tiere als solche auch für den Laien begreifbar gemacht werden.


Mittwoch, 13. Januar 2010
„Leichtbauweise im Skelett sauropoder Dinosaurier“

Dr. Daniela Schwarz-Wings

Mit Längen von mehr als 30 Metern und geschätzten Körpergewichten von über 30 Tonnen waren sauropode Dinosaurier die größten landlebenden Wirbeltiere aller Zeiten. Sie besaßen eine charakteristische Körperform: einen langen Hals mit kleinem Schädel, einen relativ langen Schwanz und einen gedrungenen Rumpf, der von säulenförmigen Gliedmaßen getragen wurde. Skelette zeigen, dass die Hals- und Rumpfwirbel nicht nur Ansatzstellen für Muskeln und Sehnen hatten, sondern auch Hohlräume bildeten, die ähnlich wie bei den heutigen Vögeln ein komplexes Kammersystem bildeten. Der Vortrag geht näher auf diese Leichtbauweise der Dinosaurierwirbel ein und stellt die möglichen Bedeutungen des Luftkammersystems vor.


Mittwoch, 3. Februar 2010
„Dinosaurierjäger“

Prof. Dr. Ulrich Joger

JanenschDer Vortrag stellt die Braunschweiger Dino-Grabungen in einen historischen Kontext. Seit es die Paläontologie als Wissenschaft gibt, haben Dinosaurier-Expeditionen den Nimbus des Abenteuers. Ende des 19. Jahrhunderts gruben die Amerikaner Marsh und Cope im Wilden Westen um die Wette nach immer fantastischeren Riesenechsen. Die Deutschen konterten mit spektakulären Grabungen im Inneren Ostafrikas. Im zweiten Weltkrieg wurden sie durch die Briten von dort vertrieben. In den Weiten der Wüste Gobi fanden die Amerikaner Andrews und Olsen in den 1920er Jahren außerordentlich gut erhaltene Dinosaurier. Die »Dinosaurierfriedhöfe« der Südsahara lockten erst französische und italienische, dann amerikanische und schließlich die Braunschweiger Forscher an.

Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig